Über

Mutter, Ehefrau und Künstlerin

Illustration: Ansicht im Aquarellstil von Sipoon mökki, einem Sommerhaus in Sipoo, das in das Licht eines schönen Sommertages getaucht ist.

Biografie und beruflicher Werdegang der Künstlerin

Kaija Tellervo Tanskanen (geb. Piipponen), 1926–2012 (85 Jahre), war Logonomin, Sprechpädagogin und Musiklehrerin mit Magisterabschluss sowie Autorin von Gedichten und Erzählungen. Der Stimmgebrauch von Kindern lag ihr besonders am Herzen, und sie schrieb darüber ihr erstes Lehrbuch, Lasten laulukoulu, 1963 bei Fazer erschienen. Kaija interessierte sich auch für die psychische Gesundheitsarbeit und erhielt in den 2000er-Jahren das goldene Verdienstabzeichen des Finnischen Vereins für psychische Gesundheit für ihr Engagement zugunsten der psychischen Gesundheit.

Ihre Mutter war Iida Piipponen, ihr Vater Matti Piipponen. Kaija war das jüngste der vier Kinder der Familie. Nachdem ihr Vater erkrankt und gestorben war, arbeitete ihre Mutter Iida als Bibliothekarin in der Bibliothek Kiihtelysvaara. Die Familie wohnte ebenfalls im Bibliotheksgebäude. In diesen Jahren entstanden Kaijas Liebe zu Literatur und Lyrik sowie ihre Wertschätzung für Bibliotheken.

Ihre Grundbildung umfasste die Grundschulen ihrer Heimatdörfer und die Mädchenschule von Joensuu. Für den Besuch der Letzteren musste sie näher an der Stadt wohnen, überwiegend bei Verwandten.

Während der Kriege diente sie als Jung-Lotta in verschiedenen Funktionen und leistete zuletzt Lotta-Dienst in einem Flugabwehrbataillon.

Nach dem Krieg zog Kaija nach Lahti, um von 1944 bis 1946 am Musikinstitut Viipuri zu studieren. Anschließend zog sie zum Arbeiten und Studieren nach Helsinki. 1950 schloss Kaija an der Sibelius-Akademie ihre Ausbildung zur Musiklehrerin ab.

Kaija heiratete 1950. Ihr Ehemann Pertti Tanskanen wurde 1924 geboren. Ihre Kinder Varpu, Vesa, Paula und Mervi kamen zwischen 1950 und 1958 zur Welt.

Während sie ihre Kinder großzog, ließ sie sich am Suomen Puheopisto zur Logonomin ausbilden und schloss 1958 ab.

Während sie in Helsinki und der umliegenden Hauptstadtregion lebte und studierte, arbeitete sie unter anderem bei Yleisradio als Tontechnikerin und Sprechpädagogin sowie als Musiklehrerin an verschiedenen Schulen.

Die Familie zog 1960 wegen Perttis Lehrtätigkeit nach Lappeenranta.

In Lappeenranta arbeitete Kaija als Privatlehrerin für Klavier und Stimmgebrauch, als Musiklehrerin an Schulen und als Vertretungslehrerin für mehrere weitere Fächer.

Schon in jungen Jahren hatte sie sich der Literatur und darstellenden Kunst zugewandt. In den 1960er- und 1970er-Jahren gab sie mehrere Gedichtabende; in den 1970er-Jahren bestanden ihre Programme aus eigenen Werken.

Während ihrer Jahre in Lappeenranta schrieb sie ein Musiklehrbuch und einen Gedichtband sowie verschiedene Werke zu Ethik und Weltanschauungen, häufig unter Einbeziehung von Lyrik.

Nach ihrer gesundheitsbedingten Pensionierung zog Kaija 1974 dauerhaft in das Ferienhaus der Familie in Kaarnala, Sipoo, wo sie während ihrer Zeit in Helsinki und Lappeenranta viele Sommer verbracht hatte.

Später holte sie an der Abendschule Käpylä die letzten Klassenstufen ihrer abgebrochenen Schulausbildung nach und legte die Reifeprüfung ab. 1996 erwarb Kaija an der Sibelius-Akademie den Magistergrad in Musik.

Kaija lebte bis zu ihrem Tod in Sipoo. Im Winter wohnte sie häufig im Zentrum von Helsinki, weil Alltag und Fortbewegung dort leichter waren. Der größte Teil ihrer Gedichtbände entstand in den Jahren, in denen sie in Sipoo lebte.

Ihre letzten Jahre verbrachte sie in der Pflegeeinrichtung Linda in Söderkulla, Sipoo. Kaija war vielseitig begabt und setzte ihre Fähigkeiten in Zeitungskolumnen und durch aktive Teilnahme an verschiedenen Freizeitaktivitäten ein. Bis zuletzt freute sie sich, enge Familienangehörige, Verwandte und Freunde zu treffen und von ihnen zu hören.

Höhepunkte der Zeitleiste

Meilensteine

24. März 1926 Kaija wurde im Haus ihrer Großeltern in Heinävaara, Kiihtelysvaara, geboren

1927 Die Familie zog in ein eigenes Haus auf dem Hof Kansanaho im Dorf Selkie, Kontiolahti

1931 Das Haus ging bei einer Zwangsversteigerung verloren, ihr Vater wurde ins Krankenhaus eingewiesen und die Familie zog zur Großmutter

1932 Lebte bei Verwandten

1933 Beginn der Grundschule

1934 Die Familie zog in das Bibliotheksgebäude im Kirchdorf

1935 Ihr Vater starb

1936 Abschluss von vier Jahren Grundschule

1937 Beginn der weiterführenden Schule in Joensuu

1939 Der Winterkrieg

25. Juni 1941 Der Fortsetzungskrieg begann

1942 Besuch der weiterführenden Schule und Lotta-Dienst bei einer Nachrichtenkompanie im Sommer

1943 Abschluss von fünf Jahren weiterführender Schule und Lotta-Dienst bei einer Luftüberwachungskompanie im Sommer.

1944 Verließ die gymnasiale Oberstufe im Frühjahr nach einem Jahr aus Geldmangel

19. September 1944 Der Fortsetzungskrieg endete

1944–46 Studium am Musikinstitut Viipuri in Lahti

1945 Verbrachte den zweiten Teil des Jahres im Tuberkulosesanatorium Kontioniemi

1946–1950 Ausbildung für Schulmusik-Lehrkräfte an der Sibelius-Akademie (SA) in Helsinki

1948–1952 Tätigkeit bei Yleisradio

1949 Gründete eine Familie

1950–1959 Tätigkeit als Musiklehrerin

1952–1958 Ausbildung und Abschluss als Logonomin

1958 Geburt des jüngsten Kindes

1960 Umzug nach Lappeenranta

1960–1962 Leitung eines Musikkindergartens

1960 Erster Gedichtabend mit Werken von Aale Tynni in Lappeenranta

1962 Aufführung desselben Programms im Teatteri Jurkka

1962–1974 Tätigkeit als Musiklehrerin

1963 Gedichtabend mit Werken von Aale Tynni und Eino Leino in Lappeenranta

1964 Wiederholungen der vorherigen Programme in Joensuu und Kouvola

1964 Erstausgabe von Laulukoulu

1966 Aaro-Hellaakoski-Programm in Lappeenranta mit Wiederholungen in Joensuu, Kouvola und andernorts

1969 Aale-Tynni-Programm in Lappeenranta

1970–1972 Ateistin sanoitus, Schreibarbeit

1971 Vorübergehender Eintritt in den Krankenstand

1972 Ateistin sanoitus im Kammermusiksaal der Finlandia-Halle

1972 Studienreise nach Bulgarien

1973 Rückkehr an den Arbeitsplatz

1974 Dauerhafte Niederlassung in Spjutsund, Sipoo

1975 Eintritt in die Erwerbsunfähigkeitsrente

1976–1978 Teilnahme an einem Schreibkurs am Paukkulan opisto in Mikkeli

1977 Jumala, runoja valosta im Kammermusiksaal der Finlandia-Halle

1978 Semanttinen todistus Jumalan olemassaolosta im Kammermusiksaal der Finlandia-Halle

1978 Neitseellinen syntymä im Kammermusiksaal der Finlandia-Halle

1979 Tietämättömyyden tuskasta pois im Kammermusiksaal der Finlandia-Halle

1980 Jeesus Kristus on suomeksi Aurinko im Kammermusiksaal der Finlandia-Halle

1983–1986 Redaktion des Buches von Kaarlo Marjanen

1987 Abschluss an der Abendschule Käpylä

1989 Synonyymiteoria im Kammermusiksaal der Finlandia-Halle

1992 Kandidatenabschluss in Musik an der Sibelius-Akademie (SA)

1992 Artikel für die Publikation Pappilan mäeltä salokyliin, Kiihtelysvaaralukemisto 3

1996 Verleihung des Titels Magistra der Musik

1997 Kolumnen für Mielenterveys Zeitschrift

28. Juni 1997 Erste Aufführung in der Bibliothek Kiihtelysvaara: Kirjastonhoitaja Iida Piipponen syntyi sata vuotta sitten (30.9.1897), Kiihtelysvaaran Heinävaaralla Ala-Piippolassa. Kassette und Dias.

1998 Kiihtelysvaarasta Iida Lampisen kansanlauluja, arrangiert von Pentti Paalanen

1999 Umzug in die Pflegeeinrichtung Linda in Söderkulla, Sipoo

1999–2000 Kolumnen für Sipoon Sanomat

25. März 2000 Tanskanen-Matinee der Oberstufe Sipoo im Kiasma in Helsinki

2. Dezember 2000 Matinee von Kaija Tanskanen, Synonyymiteoria, im Kammermusiksaal der Finlandia-Halle

2001 Eine Feier zu Kaija Tanskanens 40-jähriger Tätigkeit als Rezitatorin. Ein Programm mit ihren eigenen Texten.

2002 Ihr Ehemann starb

2003 Artikel für die Publikation Entiset mänimet, Heinävaaran kyläkirja

2000er-Jahre Videoaufnahme eines Interviews mit Kaija Tanskanen sowie von Kaija selbst gelesener Gedichte, Timo Munther

15. Januar 2012 Kaija starb im Alter von 85 Jahren in Söderkulla, Sipoo

Publikationsverzeichnis

Werke und Publikationen

  1. Laulukoulu, Lehrbuch, 1963.
  2. Ateistin sanoitus, Gedichte, 1973.
  3. Jumala, Gedichte, 1975.
  4. Neitseellinen syntymä, Gedichte, 1978.
  5. Semanttinen todistus Jumalan olemassaolosta, Texte, 1978.
  6. Mini-lapsen laulukoulu, Lehrbuch, 1979.
  7. Tietämättömyyden tuskasta pois, Gedichte, 1979.
  8. Ainikki Voipion tie Vassar Collegesta Taipalsaarelle, Buch, 1983.
  9. Runoja Sipoosta Dikter om Sibbo I, 1992. ISBN 951-96669-0-7
  10. Synonyymiteoria Synonymteorin, Texte, 1992.
  11. Runoja Sipoosta Dikter om Sibbo II, 1996. ISBN 951-96669-2-3
  12. Runoja Sipoosta Dikter om Sibbo III, 1998. ISBN 951-96669-6-6
  13. Runoja Sipoosta IV, 1999. ISBN 951-98318-2-7
  14. Dikter från Sibbo IV, 1999.
  15. Runoja Sipoosta V, 2000. ISBN 951-98318-0-0
  16. Dikter från Sibbo V, 2003. ISBN 951-98318-4-3
  17. Runoja Sipoosta VI, 2003. ISBN 951-98318-1-9
  18. Dikter från Sibbo VI, 2003.
  19. Järkytyksiä, Autobiografie über die Jahre 1926–2004, 2004.
  20. Runoja Sipoosta VII, 2004. ISBN 951-98318-5-1
  21. Runoja Sipoosta VIII, 2005. ISBN 951-98318-7-8
  22. Runoja Sipoosta IX, 2005. ISBN 951-98318-9-4
  23. Runoja Sipoosta X, 2006. ISBN 952-99639-0-4
  24. Runoja Sipoosta XI, 2007. ISBN 978-952-99639-2-8
  25. Muistiinpanoja Aurinkojumalasta, 2. Aufl., Palladium Kirjat, Texte, 2008.
  26. Valittuja runoja vuosilta 1970–2008, 2009.

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